
Allgemeiner Hinweis:
Düngung mit Natürlichen Produkten ist in Gartenkolonieen sicher gern gesehen, birgt jedoch auch Gefahren! Zum Beispiel kann
man mit schlecht vorbereiteten Naturdüngern schädliche Parasiten oder Bakterienkulturen oder auch fremdartige Pflanzenarten
einschleppen.
Ein oft unterschätztes Problem ist das Einschleppen von Drahtwürmern oder Wildkräutern durch die Verwendung von Pferdemist:
Pferde verdauen nur oberflächlich - die "Pferdeäpfel" lassen bei genauerem Hinsehen gut erkennen, was das Tier genau
gefressen hat, und durch diese oberflächliche Verdauung kommt es oft vor, das im Pferdeapfel noch Eier von Parasiten oder
unverdaute Samenkapseln von Gräsern oder Kräutern überleben, die sich dann im Beet wiederfinden.
Wer an Pferdedung festhalten möchte, findet im Fachhandel "Pferdedung-Pellets" die durch ihre spezielle Behandlung weder
lebende Samen noch Schädlinge verbreiten - und ganz nebenbei auch nahezu geruchlos sind.
| Pflanze oder Fläche |
Düngemittel |
Zeitpunkt |
zu Beachten! |
Ackerfläche für Erdbeeren, Erbsen, Bohnen |
Garten - Kalk, |
Herbst bis Frühjahr |
Düngung mit Garten - Kalk Erdbeeren entziehen dem Boden bestimmte Mineralien, die zu einer Aufsäuerung des Bodens führen. Will man die Pflanzen aus dem Vorjahr weiter nutzen, empfielt es sich, diese in ein neues Beet umzusetzen und das alte Beet noch vor dem Winter durch zu graben und großzügig mit Gartenkalk zu durchsetzen. Im Neuen Jahr wird der so präparierte Boden noch ein mal locker gehackt und ist danach wieder bereit, neu bepflanzt zu werden. Düngung mit Kuhmist: Kuhmist sollte im Februar bis März aufgebracht werden, noch bevor die Erdbeerpflanzen die ersten neuen Triebe bilden. Er wird leicht um die stehenden Pflanzen herum verteilt und mit einer Hacke vorsichtig und nur oberflächlich eingearbeitet. Düngung mit Beerendünger: Beerendünger ist am einfachsten anzuwenden, das fertige Granulat wird einfach um die Pflanzen herum auf den lockeren Boden gestreut. Dabei muss man sich aber unbedingt genau an die Dosierungsanweisung halten, bei Überdosierung werden nicht nur die Pflanzen geschädigt sondern es kann auch vorkommen, das augenscheinlich tolle Früchte einen drögen oder unnatürlichen Geschmack aufweisen. |
Ackerfläche für Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch |
Komposterde |
Herbst/Winter |
Der Acker sollte unkrautfrei und leicht durchgegraben oder durchgefräst sein. Auf dem Acker sollte eine bis zu 10cm dicke Schicht gut gesiebter und gut durchsetzter Kompost aufbegracht und anschließend leicht untergearbeitet werden. Dabei nicht zu tief graben, der Kompost soll nicht verbuddelt werden sondern in der oberen Erdschicht bleiben, damit er später den dort wachsenden Pflanzen auch zur Verfügung steht! Wenn starkter Frost zu erwarten ist, kann man den Kompost auch auf den gefrorenen Bodern und sogar auf einer Schneeschicht verteilen, dadurch frieren noch nicht ganz umgesetze Holzteile und Samenkapseln von Unkräutern auf und werden schneller zersetzt. |
Rasen |
(Brannt)Kalk |
Frühling |
Der Rasen sollte beim Kalken trocken sein, ausserdem sollte der Himmel am besten bedeckt sein um das Verbrennen der
Spitzen zu vermeiden.. Die richtige Menge an Kalk aufzubringen ist nicht ganz einfach, der Boden sollte einen pH-Wert von 5,5-6,5 haben, das kann man mit entsprechenden Test-Sets überprüfen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät, auf sandigem Boden alle zwei bis drei Jahre pro Quadratmeter etwa 150 Gramm kohlensauren Kalk zu geben. Bei lehmigen Böden gilt als Richtwert 100 Gramm pro Quadratmeter als optimal. |
Obstbäume und Gehölze |
Hornspäne |
Frühjahr |
Bäume zu düngen ist nicht ganz einfach, weil man schnell das Wurzelwerk beschädigen kann und ein Baum sich nicht einfach
umsetzen lässt. In den meisten Fällen ist ein Düngen von Bäumen nicht erforderlich, bei stark ausgelaugtem Boden kann es jedoch Ertrag und Baumgesundheit fördern. Wenn möglich kann man 50-70% des durch die Baumkrone beschatteten Bereiches alle 5 Jahre bis zu 20cm tief ausheben, eine Schicht Hornspäne aufbringen und anschließend wieder mit Erde aufschütten. Dabei bitte den Bereich unmittelbar am Stamm unbedingt aussparen, also erst 50cm vom Stamm entfernt vorsichtig angraben, da hier die Hauptwurzeln noch sehr dicht unter der Erdoberfläche verlaufen können! |
Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren |
Rindenmulch |
Frühjahr |
Schon beim Einsetzen der Pflanzen ist es förderlich, den Boden mit einer guten Mischung aus Erde und Rindenmulch
vorzubereiten. Der Rindenmulch lockert den Boden auf und sorgt ausserdem für eine gute Wasserspeicherung und gutes Wurzelwachstum.
Kleinbleibende Pflanzen wie bodendeckende Blaubeeren kann man leicht ausgraben und alle 4-5 Jahre den Boden mit frischem Rindenmulch durchsetzen. Bei größeren Pflanzen wie Johannisbeeren oder Strauch-Heidelbeeren genügt es, an einigen Stellen den Wurzelbereich aufzulockern und mit neuem Rindenmulch zu ergänzen. |