
Der Gemeine Stechapfel (Datura stramonium) ist in Mitteleuropa der häufigste Vertreter der Gattung der
Stechäpfel.
Die Pflanze enthält die giftigen Tropan-Alkaloide (S)-Hyoscyamin und Scopolamin.
Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders jedoch die Wurzeln und Samen.
Bereits Mengen ab 0,3 g können Giftwirkungen wie z. B. gesteigerte Erregung, Sinnestäuschungen, Übelkeit,
Pupillenerweiterung mit Sehstörungen und Atemlähmung hervorrufen.
Die letale Dosis liegt bei Scopolamin bei 50 mg, bereits niedrigere Dosen können den Tod durch Atemlähmung herbeiführen.
Bei Kindern können schon 4 bis 5 g der Blütenblätter zum Tode führen.
Vergiftungssymptome und mögliche Folgen:
rasender Puls, Hautrötung, Pupillenerweiterung, Muskelzuckungen, trockener Mund,
Durst, Unruhe, Rededrang, Schluck- und Sprachstörungen, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit,
Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung.
Der Gemeine Stechapfel bildet von Juni bis zum Oktober Blüten aus, die sich allerdings erst zur Nacht öffnen,
da sie hauptsächlich von Nachtfaltern besucht werden.
Stechapfelblüten duften (in der Nacht) stark süßlich, parfümartig; der von vielen als unangenehm empfundene Geruch der
Pflanze dagegen stammt von Stängel und Blättern.
Da diese Pflanze sich ungewollt in der freien Natur und auch in Kleingärten verbreiten kann, sollte man regelmäßig
den eigenen Pflanzbestand und auch nicht bewirtschaftete Gärten überprüfen.
Bei der Entfernung der Pflanze sind
geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen, so sollten unbedingt dichte Handschuhe getragen werden, Berührungen mit freien
Hautstellen sind ebenfalls zu vermeiden.
Die Pflanze sollte nicht kompostiert, sondern mit dem Hausmüll entsorgt werden!