
Die Gartenbohne, auch Grüne Bohne oder Buschbohne; wiss. (Phaseolus vulgaris) ist eine sehr dankbare Nutzpflanze für
jeden Kleingärtner, denn sie ist einfach anzubauen, gedeiht auf fast jedem Boden und ist recht pflegeleicht, je nach
Witterung schwankt der Ertrag allerdings teilweise sehr stark. Eigene Erfahrungen zeigen, das auf gleichem Boden mitunter schon 14 Tage Unterschied im Aussaattermin einen großen Unterschied machen können. Bei einer trockenen und sehr warmen Witterung gekeimte und aufgezogene Pflanzen bleiben klein, das Blattwerk vergleichsweise gelblich, die Früchte wirken groß aner kurz, gelblich und eher plump und weich, sie schmecken faserig und bilden "Fäden". Bei kühlerem regnerischen Wetter gekeimte Sämlinge aus gleicher Charge bilden große buschige und dunkelgrüne Pflanzen mit langen, dünnen und festen Früchten, die lange ihren Reifezustand halten und erst spät zur Fadenbildung neigen. Die Sämlinge sollten nach Anleitung entweder zu je 3-5 Bohnen je Pflanzloch, oder aber Einzeln in einer Reihe mit 3-5cm Abstand zueinander gelegt werden. In den ersten Tagen vor dem Keimen müssen die Bohnen gut feucht gehalten und vor Mäusen geschützt werden, sobald die ersten Blätter die Bodendecke durchbrechen, sollten die Bohnen mit einem Netz vor Vogelfraß und mit Schneckenkorn vor gefräßigen Nachtschnecken geschützt werden, da das junge Blattwerk gerne abgefressen wird. Im weiteren Wachstum sollten die Bohnen gut gewässert werden, dafür kann man entlang der Bohnenreihe einen kleinen ca. 5cm tiefen "Bewässerungsgraben" anlegen, aus dem sie die Pflanzen gut bedienen können. Die Bohnen sollten nicht zu lange am Strauch bleiben, spätestens wenn sie etwa die Dicke eines Bleistiftes erreicht haben sind sie zart und schmackhaft und damit erntereif. Bohnen mit schwarze Stellen, Schorf von Reibestellen oder solche mit Sonnenbrand sollten nicht im Topf landen, denn sie werden oft faserig bis holzig und schmecken nicht. Bei der Ernte der Schoten sollte man den Blütenstil nach Möglichkeit mit abreißen. Beim späteren Ausputzen der Schote bricht man diesen Stiel nach unten und zieht ihn an der "Naht" der Bohne nach unten - sollte die Bohne zu lange gehangen haben, so reisst man hierbei entlang der Naht den Faden mit herunter. Vom anderen Ende der Schote kann man dann das selbe mit der oberen Nahtstelle der Schote machen und damit die Fäden schon vor dem Zubereiten entfernen. Bohnen enthalten für den Menschen giftige Lektine, die aber durch Kochen zerstört werden. Bohnen und Hülsen sind daher roh nicht genießbar, sie führen zu Übelkeit und Magenschmerzen. Für die Spätere verwendung empfiehlt es sich, die fertig ausgeputzten Bohnen für 5 Minuten in sprudelnd kochendem Salzwasser zu kochen und anschließend sofort mit eiskaltem Wasser abzuschrecken. Dann die Bohnen gut trocken schleudern und sofort in das Gefrierfach geben. So sind die Bohnen für die spätere Zubereitung auch schneller durchgegahrt und brauchen nur noch für ca. 15 Minuten gekocht werden, behalten aber ihren frischen Geschmack. |